Der Monat August stand bei mir ganz im Zeichen des Aufblühens und des neu Durchstartens.
Über den Monatswechsel Juli/ August konnte ich im Urlaub meine Kräfte und Ressourcen aufladen. Dies habe ich dann im restlichen Monat genutzt, um für Lebendig Achtsam viele Dinge im Hintergrund zu gestalten. Diese werden ab September nach und nach sichtbar. Darauf, und darauf dann so richtig mit dem Bloggen durchzustarten, freue ich mich schon. Aus der Angst vor dem Gesehen Werden, wurde, dank Unterstützung, über die letzten 2 Jahre eine Vorfreunde darauf, etwas Neues in die Welt zu bringen und mit meinen Fähigkeiten andere Menschen zu unterstützen.
Dharma Yatra – Eine buddhistische Pilgerwanderung

Das Wort Dharma bezeichnet die Lehren Buddhas und lässt sich auch übersetzten mit: das, was trägt bzw. unterstützt. Yatra steht dabei für die Pilgerung, der Weg, der manchmal auch mit Herausforderungen oder Abenteuern versehen ist. Somit lässt sich Dharma Yatra frei mit „dem Weg, der uns bei Herausforderungen unterstützt“ übersetzten.
Und für mich traf genau das zu! Ich ging einen Weg, im geografischen und im spirituellen Sinne, und erfuhr dabei Unterstützung und Halt. Durch die Lehren und Impulse inspiriert durch den Buddhismus (Dharma), die Gemeinschaft (Sangha), die Natur und durch mich selbst.
Es fällt mir schwer in Worte zu fassen, was dieser Urlaub bei mir intern alles ausgelöst hat. Für manche inneren Prozesse fehlen mir schlichtweg die Worte oder sie sind zu komplex, um mit der beschränkten Ausdruckskraft von Wörtern beschrieben zu werden.
Ich kam aus einer sehr anstrengenden Zeit, sowohl körperlich als auch emotional, und startete erschöpft in diese Woche – sogar das Packen für diesen Urlaub viel mir schwer. Ich war so erschöpft, dass mir ganz einfach alles zu viel war. Nach einer langen Anreise mit Bus, Bahn und Auto auf die schwäbische Alb, wo der Dharma Yatra Deutschland stattfand, fand ich mich in einer einfachen Hütte des BUND mitten in der Natur wieder. Die Lage, der aus groben Steinen und Holz bestehenden, Hütte ist einfach traumhaft. Hinter der Hütte befindet sich eine Wiese und ringsum stehen viele alte knorrige Bäume. Danach kommen Äcker, Wiesen und Wälder, dann irgendwann ein paar Bauernhöfe und erst ca. 10 Minuten Autofahrt entfernt der nächste, kleine Ort. Schlicht: Sehr idyllisch mitten im Nirgendwo und ruhig gelegen. Übernachtet wurde in Zelten oder, wie ich, im Lager unter dem Dach. Es gab sogar eine Dusche: draußen unter dem freien Himmel, abgetrennt nur mit ein paar Holzlatten und kaltem Wasser. Spätestens wenn ich dort morgens geduscht hatte, war ich hellwach und mein Körper prickelte vor Lebendigkeit.
Die Tage begannen morgens mit achtsamen Körperübungen, Yoga und einer halbstündigen Meditation. Nach dem Frühstück machten wir uns auf zu einer Wanderung in Stille und langsamen Tempo. Dazu gab es von unserem Dharma Lehrer Joe immer einen Impuls mit auf den Weg. Unterwegs haben wir dann an den unterschiedlichsten Orten meditiert: im Wald liegend auf einer Schicht aus Moos, in einer Tropfsteinhöhle oder an alten, keltischen Heiligtümern. Das war für mich eine spannende Erfahrung. Zu spüren, wie unterschiedlich diese Orte alle sind und wie sie die Erfahrung in der Meditation beeinflussen.

Auch wenn die Menschen in der Gruppe unterschiedlich von Alter und Lebenswirklichkeit waren (vom Baby bis ins hohe Alter), so war die Gruppe sehr herzlich und Rücksichtnahme sowie Reflektion des eigenen Verhaltens waren selbstverständlich. Dies war für mich, die aus einer toxischen Herkunftsfamilie stammt, eine sehr heilsame Erfahrung. Ein Zusammensein mit Menschen, die es wirklich und von Herzen gut mit mir meinten, mir wohlgesonnen waren.
Am Abend des Ankunftstages rutschte ich spontan ins Planungsteam für die Wanderungen, da die Initiatorin des Yatras krankheitsbedingt ausgefallen war. Es hat mir sehr viel Freude gemacht die Wanderungen mit den anderen zu planen, durchzuführen und als Mensch am Wanderschlangenkopf zu leiten. Ich konnte dort viel von meinem Wissen als Wanderleiterin einbringen und es fühlte sich für mich völlig natürlich an Verantwortung und Führung zu übernehmen. Im Laufe der Woche bin ich immer mehr bei mir angekommen und mein Selbstvertrauen wurde, auch durch das tolle Feedback, gestärkt.
So bedankten sich die Mitwanderer bei mir für die ruhige und umsichtige Führung oder lobten mich für den Mut meine Gefühle so offen und mich damit verletzlich zu zeigen. Etwas, das für mich, durch langjährige Meditationspraxis und Persönlichkeitsentwicklung mittlerweile üblich ist. Etwas, das für mich zu einem lebendigen und bunten Leben unabdingbar dazu gehört. Die Gruppe hat wertgeschätzt, was ich Ihr geben konnte und wie ich mich eingebracht haben. Dies ist keine Selbstverständlichkeit und im Alltag oft genug nicht der Fall. Umso wichtiger war diese Erfahrung für mich.
Ich konnte in dieser einen Woche meine Energiereserven auffüllen, bin aus Überlebensmechanismen (die mich in den letzten 2 Jahren ziemlich im Griff hatten) aus- und erneut in meine Lebendigkeit eingestiegen. Ich gehe gestärkt aus dieser einen Woche hervor – bereit mein Leben anzupacken und durchzustarten!
Arbeit an Lebendig Achtsam

Gestärkt zurück aus dem Urlaub habe ich die Arbeit an meinem Projekt Lebendig Achtsam wieder aufgenommen.
Nachdem es mir in den letzten 1-2 Jahre aus verschiedenen Gründen (Umzug, Corona Erkrankung, …) leider kaum möglich gewesen war daran zu arbeiten, bin ich nun wieder voll motiviert eingestiegen.
Ich habe zwei Webinar zum Blogschreiben besucht (Danke an @Sympatexter), mir dazu viel durchgelesen und mich schließlich ans Schreiben der ersten Blogartikel gemacht. Parallel dazu arbeitete ich an der Erstellung meiner Website, die bisher nur in Teilen gestaltet und kaum funktionstüchtig war.
Auch habe ich das Anleiten von Meditation wieder aufgenommen und im Bonner Projekt Leerstand als Begegnungsraum eine Sommermeditation gegeben. In dieser haben die Teilnehmer mit meiner Anleitung ihren Sommer reflektiert und diese Erkenntnisse auf ihr Leben übertragen. Zwei weitere Meditationstermine für September sind auch bereits vereinbart und vorbereitet. Mehr dazu erfährst Du im Ausblick auf den September am Ende dieses Artikels.
Besuch Ausstellung Emotion Air

Anfang August war ich mit einer Freundin auf der Kunstaustellung Emotion Air in Düsseldorf. Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie die verschiedenen Künstler das Thema Emotionen und Gefühle mit Licht, Stoff, Luft und Ballons umgesetzt haben. Es gab so viele unterschiedliche Ansätze und Ideen. Das war ein Erlebnis für Groß und Klein. Ein bunter, abwechslungsreicher Rausch an Farben, Formen und Klängen. Sehr beeindruckend!
Das Mitmachen und Interagieren mit der Kunst war ausdrücklich erwünscht und so wurde ich wieder zum Kind: Ich kuschelte mit übergroßen Ballontieren, kletterte durch einen gordischen Knoten, tanzte mit fliegenden Kugeln im Windkanal und ritt auf elliptischen Wesen. Besonders lustig fand ich das Planschen im riesigen, gelben Bällebad, das an eine Grotte erinnerte (welche*r Erwachsene*r hat nicht heimlich mal davon geträumt). Eher meditativ war dagegen das Kunstwerk, bei dem beleuchtete Kugeln geometrische Figuren zur Musik in den Raum zauberten. Dem hätte ich stundenlang zuschauen können.
So schön, dass Erlebnis war, die vielen, unterschiedlichen Reize waren doch auch sehr anstrengend für mich. So freute ich mich am nächsten Tag über viel Ruhe auf meiner Couch.
Was im August 2024 sonst noch los war
- Ich habe eine Idee entwickelt für ein neues Angebot ab 2025 und dafür das Konzept und sowie erste Texte für die Anleitungen und Impulse geschrieben.
- Es gab eine Zucchinischwemme bei der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) Bonn. Das war zwar sehr lecker, stellte mich aber auch vor die Herausforderung rechtzeitig kiloweise Zucchini zu verarbeiten.
- Ich habe das Sommerwetter genutzt und bin zum japanischen Garten in Bonn spaziert. Dort habe ich am Wasserfall gesessen und meditiert.
Vorschau auf den September 2024
- Meine Website geht online – ganz nach dem Motto: was lange währt, wird endlich gut.
- Planungen für den Testlauf für das Projekt „Wandermeditation“: Im Rahmen des Erstellen eines neuen Programms ab 2025, suche ich noch Menschen, die dies mit mir am 13.10 in Bonn ausprobieren möchten. Die Teilnahme ist kostenlos. Ich bitte lediglich, um das Ausfüllen eines Feedback Bogens und die Erlaubnis Fotos zu machen. Du möchtest gerne dabei sein? Dann schreibe mir kurz eine Email und ich halte Dich auf dem Laufenden.
- Mitte September treffe ich mich mit den Menschen, die mit mir zusammen die MBSR -Lehrer*innen Ausbildung in 2019/2020 gemacht haben.
- Am 9.9 und 23.9 biete ich wieder je eine kostenlose Meditation im Bonner Leerstand als Begegnungsraum an. Mehr Infos dazu findet Ihr auf meiner Instagramm Account oder unter den Terminen.
